Häufige Fragen

Der größte Vorteil der Vinifizierung in Amphoren ist die natürliche Mikrooxidation welche die spezielle Mischung des Materials erlaubt. Auch die innere Ei-Form und Wandstärke spielen eine wesentliche Rolle. Die Gärung und Lagerung von Wein in Cocciopesto erhöht die Textur, erhält die Frische und bringt den Sortencharakter in den Vordergrund.

Cocciopesto bietet aufgrund der Zusammensetzung eine gleichbleibende Qualität und die Mikrooxidation kann so definiert werden. Außerdem ist eine Kontamination des Produktes mit Schwermetallen ausgeschlossen.

Durch die Mischung des Cocciopesto benötigt man für unsere Amphoren keine Beschichtung. Betonamphoren jedoch sollten mit lebensmittelverträglichem Epoxylharz beschichtet sein. Gerade die unbeschichtete Oberfläche unserer Amphoren ermöglicht die optimale Mikrooxidation.

Es gibt zwei unterschiedliche Zusammensetzungen des Cocciopesto: Eine mit mehr Steinanteil und weniger Lehm, welche weniger Luftdurchlässig ist (eher für Weißweine und Rotweine mit einem niedrigeren Tanningehalt) und die klassische Mischung mit einer etwas höheren Porosität. Die Mikrooxidationswerte des klassischen Cocciopesto liegen bei ca. 3 – 3,5mg O2/L/Monat und der weniger durchlässigen Zusammensetzung bei ca. 2 – 2,5mg/L/Monat

Ja! Sowohl für die Gärung von Weiß- als auch Rotweinen. Für die normale Gärung, eine Maischegärung (Weiß- und Rotwein) und auch für den biologischen Säureabbau sind OPUS bestens ausgelegt. Die Innere Ei-Form ermöglicht eine Zirkulation während der Gärung und die Wandstärke eine gute thermische Isolation. Durch den Luftaustausch werden Gerbstoffe abgerundet und die Hefe bekommt eine zusätzliche Sauerstoffquelle. Zur Entleerung nach der Maischegärung sind alle OPUS mit einer Maischetüre und Armaturen ausgestattet.

Die innere Form der OPUS ist eine Ei-Form, ohne Ecken und Kanten. Diese ermöglicht natürliche Konvektionsströme welche den Wein in Bewegung halten. Die Flüssigkeit in der Mitte der Amphore ist am wärmsten und strömt nach oben, kühlt dabei ab und fällt entlang der Wand wieder zu Boden wo sie sich wieder im Kreislauf befindet. Dies geschieht auf natürliche und sehr langsame Weise – besonders während der Gärung. Dadurch wird der Wein stetig vermischt und die Feinhefe in Schwebe gehalten, dies lässt die Weine facettenreicher entwickeln.

JA! Durch ein einfaches Reinigungsschema kann eine Amphore auch nach der Verwendung von Rotwein, wieder für Weißwein verwendet werden.

Es gibt eine natürliche Verdunstung, welche aber deutlich unter jener eines Holzfasses liegt. Abhängig von den Umgebungsfaktoren liegt die Verdunstung bei unter 1% pro Jahr.

Ja, natürlich! OPUS Amphoren sind für alle flüssigen Lebensmittel geeignet. Bei Schnaps fördert es die Reifung und rundet den Alkohol ab, wobei es auch die Frische und Frucht der Spirituose erhält und weiter ausprägt.

Der Unterschied in der Produktion liegt darin, dass Terrakotta immer bei sehr hohen Temperaturen gebrannt ist und Cocciopesto luftgetrocknet wird. Daraus ergibt sich eine umweltfreundlichere Produktion der Gefäße. Amphoren aus Cocciopesto sind dickwandiger, was ihnen eine bessere thermische Isolation bietet und es auch erlaubt Edelstahlarmaturen wie eine Maischetüre und Abläufe zu installieren. 

Edelstahl ist heute das gängigste Material in der Önologie. Jedoch erlaubt ein Stahltank es dem Wein nicht nicht zu Atmen und sich zu entwickeln. Auch sind Weine in Edelstahltanks sensibler auf die Umgebungstemperatur und während der Gärung. Amphoren gewähren eine konstante Temperatur, lassen die Weine optimal entwickeln und führen aufgrund des Sauerstoffaustausches und der Form zu komplexeren Weinen.

Cocciopesto ist eine spezielle Mischung aus Sand, verschiedenen Gesteinen, gemahlenen Ziegeln, Lehm, Wasser und etwas natürlichem Zementbinder welche in Formen gegossen und über mehrere Monate natürlich im Freien trocknet. Cocciopesto wurde bereits in der Antike von den Römern zum Bau von Aquädukten und Bädern verwendet. In der Literatur ist dieses Materialtextur mit der Bezeichnung OPUS signinum zu finden.

OPUS 3.5 – 350 Liter

OPUS 10 – 1.000 Liter

OPUS 17 – 1800 Liter

OPUS 25 – 2.700 Liter

mehr dazu unter Daten & Downloads

Die verwendeten Materialien sind, wie Terrakotta, zu 100% natürlichen Ursprungs. Cocciopesto Amphoren sind jedoch luftgetrocknet und daher entfällt der Energieverbrauch durch das Brennen wie bei Terrakotta/Ton.

 

Ja! Die Amphoren unterliegen strengsten Kontrollen und ein Lebensmittelzertifikat steht weiter unten im Downloadbereich zur Verfügung.

Es gibt keine Lebensdauer für Amphoren aus Cocciopesto. Die Werke der alten Römer sind heute noch zu bewundern und so ist es auch mit modernem Cocciopesto. Amohoren aus Cocciopesto sind für Generationen!

Ja! Es gibt ein optionales Kühlsystem für die OPUS. Entweder werden die Amphoren mit Kühlplatten ausgestattet, oder es werden einfach flexible Kühlspiralen durch die Spundöffnung durchgeführt.

Cocciopesto kann einfach mit einer leichten Natronlaugenlösung (Ätznatron) und anschließend mit Säure gereinigt werden und verträgt dies ohne Probleme. Im Downloadbereich steht eine Reinigungsinformation bereit. OPUS Amphoren dürfen nie gedämpft oder mit Hochdruck gereinigt werden!

Einfach nach Reinigungsprotokoll reinigen und austrocknen lassen. Eine längere Trockenzeit macht der Amphore nichts aus.

Die OPUS stehen auf Füßen oder einem Sockel. OPUS 3,5 kann mit einem Hubwagen transportiert werden, für OPUS 10 benötigt man auf Grund des Gewichts einen Stapler. Für OPUS 17 und 25 bereits einen schweren Stapler.

Nein, OPUS sind standardmäßig mit einer Edelstahltüre, Klar- und Restablauf, einem Kosthahn und einem Edelstahldeckel mit 5-Punkt Verschlusssystem ausgestattet. Auf Wunsch können auch OPUS ohne Edelstahlarmaturen oder ohne Maischetüre gefertigt werden.

In Betracht auf die Flüssigkeitsdichtheit und Wärmedämmung kann Cocciopesto mit Beton verglichen werden. Reinem Beton mangelt es jedoch an chemischer Beständigkeit von Säuren und Basen (Wein und Reinigungsmittel).  Diese können das Material angreifen was zu einer Säureausfällung im Wein führen kann und auch die Lebensdauer des Gefäßes beeinträchtigen. Außerdem ist die Schwermetallbelastung in Beton meist zu hoch um einen direkten Kontakt mit dem Produkt haben zu können. Weiters sollten Betongefässe aufgrund der Schwermetallbelastung immer beschichtet sein, was wiederum die  Mikrooxidation verhindert.

Das Hauptunterscheidungsmerkmal zwischen Holzfässer, Barriques, und Amphoren aus Cocciopesto liegt in der Geschmacksneutralität der Amphore. Die Porosität / Mikrooxidation zwischen OPUS Amphoren und Holzfässern ist sehr ähnlich. Wir bieten Amphoren aus unterschiedlichen Mischungen des Cocciopesto, wodurch der Luftaustausch dieser gezielt angepasst werden kann.

Grundlegend kann man Amphoren am Besten mit großen Holzfässern vergleichen. Amphoren sind jedoch langlebiger, leichter zu reinigen und von Grund auf neutraler gegenüber dem Wein.

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